Entlang der Wertschöpfungskette des Kaffees existieren einige potentielle Risiken mit ihren zugrunde liegenden Problemen, welche ein Unternehmen identifizieren, analysieren und bewerten sollte. Um solche Vorgehensweisen durchführen zu können, müssen einige Voraussetzungen geschaffen werden. Zu diesen gehören unter anderem qualifizierte, erfahrene Mitarbeiter und Führungskräfte, ebenso wie EDV-Anlagen für beispielsweise technische Marktanalysen und Grundkenntnisse von Finanzierung und Handel. Besonders kleine Unternehmen wie ,Die Rösterei‘  in Hamburg haben meist nicht die Kapazitäten oder Möglichkeiten für eine Risikoidentifizierung, -bewertung und Problembehebung, im Gegensatz zu großen industriellen Betrieben. Ebenso sind die Risiken unterschiedlich zu betrachten oder haben eine andere Priorität, was vom Betrieb, Standort (Land) und Unternehmensgröße abhängig ist.

Unter die Produktionsrisiken fällt zum Beispiel der Ausbruch von Krankheiten, sowohl bei den Arbeitern als auch bei den Kaffeepflanzen. Hinzu kommen gegebenenfalls ungünstige Witterungsverhältnisse, die Einfluss auf die Qualität und den Ernteertrag haben können, bis hin zu Ernteausfällen in den betroffenen Regionen. Sinkende Qualitäten oder Mengenverluste von Arabica- oder Robustabohnen, aufgrund starker Bodenausnutzung spielen im Wettbewerb eine entscheidende Rolle.

Zu den Marktrisiken zählt hauptsächlich die Preispolitik, welche durch hohen Preisdruck aufgrund der großen Konkurrenz geprägt ist. Ein weiteres Risiko am Markt sind starke Aufwertungen von Währungen der exportierenden Länder, die sich unmittelbar auf den Preis niederschlagen. Dadurch wird das Exportland im Wettbewerb mit den Ländern, die preisgünstiger produzieren, benachteiligt. Ebenfalls entstehen Probleme durch das Ungleichgewicht von Import und Export, wie zum Beispiel eine Nachfrage, die höher als das verfügbare Angebot ist.

Risiken in der unmittelbaren Umgebung sind in einer Vielzahl vorhanden und werden kulturell und regional bestimmt. Somit unterscheiden sie sich in Deutschland stark von denen in Afrika oder Südamerika. In diesen Ländern  existieren zum Beispiel Regierungen, welche den Zugang zur Forschung verweigern oder in denen Eskalationen, Diebstähle und staatliche Sanktionen im Vordergrund stehen. Solche Maßnahmen schränken oder erschweren den Handel für die ansässigen Farmer und Exporteure.

In der Praxis von Kleinbetrieben wie bei dem hamburgischen Caféhaus  ,Die Rösterei‘ geht hervor, wie wichtig präventive Maßnahmen und ein schnelles, vor allem effizientes Umgehen mit erkennbaren Risiken, Ausfällen von Maschinen und Ernten sind. Denn häufig mangelt es an der Identifizierung, Analyse und Bewertung der Risiken, Probleme und Folgen. Allerdings sind in solchen Kleinbetrieben die Vorraussetzungen für eine erfolgreiche Krisenbewältigung gar nicht gegeben. Dabei spielen vor allem personelle Kapazitäten, Kosten und benötigtes Fachwissen eine große Rolle. Doch schon kleine Veränderungen im Unternehmen, wie Schulungen und Weiterbildungen können einen Schritt in Richtung Krisenprävention und Bewältigung sein.

Autor: Simeon Neumann


Beim 1. Deutschen Kaffeekongress (19. + 20. Januar 2011, Wiesbaden) präsentierte Andreas Schwerla, CEO McDonald’s Österreich und Vice President West Region McDonald’s Europa, Entwicklung und Perspektiven des Kaffeegeschäfts im Nachbarland. Es war eines der Highlights der Veranstaltung.

Zentrale Feststellung: “McCafé ist der Big Mäc der Zukunft.”

Die Sub-Marke zählt in Österreich aktuell 134 Verkaufspunkte in insgesamt 175 McDonald’s-Restaurants. Atemberaubende Expansion in den letzten Jahren: Zum Jahresende 2008 war man bei 50 Einheiten, Ende 2009 bei 106 und jetzt verfügen knapp 80 % aller McD-Restaurants auch über ein McCafé-Modul. Damit ist man in der Alpenrepublik mit 8 Mio. Einwohnern und jährlich 32 Mio. Touristen die absolute Nummer 1. Es folgen Segafredo mit 46 Units, Testa Rossa 33, Coffeeshop Company 28, Starbucks 11 sowie Coffee Day 4, so Schwela.

Weltweit darf Österreich für sich in Anspruch nehmen, den zweithöchsten Kaffee-Konsum zu haben, nämlich 191 l pro Bürger und Jahr. Die Kaffee-Kultur basiert hier auf dem Phänomen der traditionellen Kaffeehäuser. Davon gibt es insgesamt 18.000 in Wien und landesweit.

Schwerla berichtete, dass aktuell 6-7 % der McDonald’s-Umsätze auf McCafé entfallen. Das mache im Durchschnitt über 200.000 € pro Unit und Jahr. Gästeanteil: 11 %.

“Es war richtig, diesen Markt ab Mitte der Nuller-Dekade mit Vollgas zu bearbeiten. Und es wäre absolut falsch, McCafé wirtschaftlich isoliert zu betrachten. Denn die Sub-Marke hat hohen Einfluss auf die Gästezufriedenheit und den Erfolg der Muttermarke. Wenn es McDonald’s Österreich von 2007-2010 gelungen ist, die Gästezahl um 30 % zu steigern, dann hat das sehr viel mit McCafé zu tun.”

McCafé ist hier positioniert als ‘Die neue Welt des Kaffees’, frisch- freche Werbung ist Teil des Erfolgs.

Dazu muss man wissen, dass McDonald’s in Österreich eine noch überragendere Markstellung hat als in vielen anderen europäischen Staaten. “Alleiner.”

Folgende Kennziffern sprechen für sich:

* im Schnitt pro Restaurant über 530.000 Gäste/Jahr und
* im Durchschnitt über 2,8 Mio. € Nettoumsatz pro Lokal und Jahr.

Zahlen aus dem Geschäftsjahr 2010 gibt es natürlich noch nicht. Nur so viel: einmal mehr Wachstum im hohen einstelligen Bereich (10 Neueröffnungen).
2009 steigerte McDonald’s Österreich seinen Umsatz um 9,2 % auf 443 Mio. €.

Schwerla sieht langfristig ein Wachstumspotenzial für McCafé innerhalb der McDonald’s-Restaurants auf über 10 % Erlösanteil. “Schon heute gibt es Standorte wie etwa am Flughafen Wien, wo McCafé 20 % Anteil hat.”




Vorreiter in Sachen Kaffee & Kakao aus zertifiziertem Anbau ist Kraft Foods. Schon früh haben sie sich zur nachhaltigen Beschaffung bekannt und waren 2010 mit 34.000 t erneut größter Abnehmner von Kaffee von Rainforest Alliance zertifizierten Farmen weltweit. Ein Plus zum Vorjahr von 15%, Tendenz weiter steigend. Jacobs Professional, die Außer-Haus-Sparte von Kraft Foods in Deutschland, leistet zu diesem Erfolg einen maßgeblichen Beitrag. Mehr als zehn Kaffeeprodukte tragen das Siegel – Vorbildlich!
Das Unternehmen hat sich darauf verpflichtet, bis Ende 2012 rund 30.000 t Kakaobohnen jährlich abzunehmen.
Wir sagen: Beispielhaftes Engagenement!


Food Service (Ausgabe 01/11)


Die als große Errungenschaft gefeierten Mikrokredite die durch Prof. Yunus, Nobelpreisträger von 2006, zu ihrer heutigen Bedeutung gebracht wurden stehen seit etwa einem halben Jahr vermehrt in der Kritik. Doch wo liegen eigentlich die Schwächen und Nachteile dieses Systems welches Kleinbauern und finanziell schwachen Unternehmensgründern, in der Idee von Yunus vornehmlich Frauen, einen Start in das Kleingewerbe ermöglichen soll? Diese Frage lässt sich nicht in einem Satz beantworten, vielmehr gilt es, siech hier mit den Ideen und Umsetzungen Yunus und seiner Nachahmer genauer auseinander zu setzen. In der Ursprungsidee sollten die Kleinstkredite, meist zwischen etwa 75,- und 150,- USD, an Frauen vergeben werden die in dem von Armut geplagten Land Bangladesch vielfach aus gesellschaftlichen Gründen nicht arbeiten. Ziel sollte es sein, eben diesen Frauen den Start in ein Kleingewerbe wie beispielsweise einen kleinen Marktstand oder eine Teestube zu erleichtern. Problematisch für den Gläubiger ist es jedoch stehst bei solchen Geschäften, das die häufig am Existenzminimum lebenden Schuldner keinerlei Sicherheiten oder Garantien hinterlegen können und nach westlichen Standards von einer Kreditwürdigkeit weit entfernt sind. Yunus arbeitet hier nach dem von ihm entwickelten Prinzip der 3C -character, capital, capacity. Der entscheidende Punkt hierbei ist character, Yunus nimmt hier an, dass eine Überprüfung der Kreditwürdigkeit durch eine Beurteilung des Menschen und seines Umfeldes möglich ist.

Durch den Erfolg der von Prof. Yunus ins Leben gerufenen Bank beflügelt sprangen mit der Zeit auch andere Anbieter auf den Zug der Mikrokreditvergange auf, viele jedoch mit anderen Zielen. Während es der Gruppe um Yunus in erster Linie um die Bekämpfung der Armut ging entwickelten sich mit der Zeit vermehrt profitorientierte Unternehmen welche über hohe Zinsen und Risikominimierung ihre Gewinne zu steigern versuchten. Neben den ohnehin bei dieser Kreditform hohen Zinsen kommt als wesentlicher Kritikpunkt hier die Vergabe von Krediten in nicht ausreichender Höhe mit dem Ziel der Senkung des Risikos ins Spiel. Ein zu klein angesetzter Kredit kann leicht das finanzielle Ende des Schuldners bedeuten wenn dieser mit der erhaltenen Summe nicht in der Lage ist das geplante Geschäft zu realisieren und aufgrund mangelnden Cashflows nicht in der Lage ist den Kapitaldienst zu bedienen. Hier setzt auch die Kritik der Gegner der Mikrokredite an da es in Folge der Zahlungsunfähigkeit der Schuldner durch zu geringe Kreditsummen in der Vergangenheit vermehrt zu Selbstmorden und in der Spitze zu einer öffentlichen Selbsverbrennung kam.

Es ist schwierig sich hier eine abschliessende Meinung zu bilden, jedoch lässt sich festhalten, dass sich unter die Kreditanbieter einige schwarze Schafe gemischt haben welche dem Ruf des in der Idee hervorragenden Systems massiv schaden.

Autor: Tim Albrecht


Starbucks ermöglicht seinen Kunden als erste Kette die Bezahlung via Smartphone wie der Spiegel berichtet. Der Bezahlvorgang wird über eine App durchgeführt die einen Barcode anzeigt welcher an einem Scanner an der Kasse gelesen werden kann.

Näheres findet der interessierte Leser bei Spiegel Online

Autor: Tim Albrecht nach einem Hinweis von Björn Dietrich


Ich habe die Definition ‘Coffee Management’ auf unserer WIKI Seite noch einmal angepaßt:

Steuerung und Kontrolle der Prozesse und Systeme entlang der Wertschöpfungskette ‘Kaffee’ unter Berücksichtigung des Prinzips der Nachhaltigkeit mit dem Ziel, einen Mehrwert für alle Stakeholder zu schaffen.

Hier der Link:


Amerika erobert den indischen Markt: Längst gibt es in den dortigen McDonald’s-Filialen den Maharadscha-Burger – und nun nutzt die erste Kaffeehauskette die veränderten Trinkgewohnheiten der Tee-Nation Indien.

Sie stehen an den Straßenecken und schreien mit aller Macht gegen den Verkehrslärm an: “Garam chai, garam chai”, rufen die Verkäufer in Delhi wieder und wieder, um ihren mit viel Milch aufgekochten Tee an die Passanten zu bringen.

Es ist ein harter Kampf, die Konkurrenz ist groß. Zehn Rupien, umgerechnet 17 Cent kostet ein Becher des dampfenden Getränks, das die britischen Kolonialherren einst auf dem Subkontinent unter den Massen populär gemacht haben. Für einen Chai mit reichlich Zucker haben Inder eigentlich immer Zeit – auch in der Hektik der chaotischen Hauptstadt. Und seinen Besuchern in den eigenen vier Wänden keine Tasse Darjeeling, Assam oder gerne auch einen gewürzten Masala anzubieten, ist aus Sicht eines indischen Gastgebers regelrecht unhöflich. Zumindest war das bislang so.

Unter der wachsenden Mittelschicht und der urbanen Geld-Elite des Landes ist es inzwischen wesentlich angesagter, Kaffee zu trinken. Schließlich schmeckt das nach Westen und Wohlstand. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis die amerikanische Café-Kette Starbucks auf den riesigen indischen Markt drängen würde, auf dem sich aber schon etliche andere Anbieter tummeln. Firmenchef Howard Schultz gab nun bekannt, auch in Indien werde es bald Latte und Cappuccino seiner Marke zum Mitnehmen geben. In den kommenden Monaten will er erste Cafés eröffnen lassen, unter anderem in Luxushotels und Shopping-Zentren.

Dafür geht Starbucks eine Allianz mit dem indischen Firmengiganten Tata ein, der nicht nur kleine, billige Autos wie den Nano baut, sondern auch Versicherungen oder Strom verkauft und Dutzende andere Geschäftsfelder verfolgt – darunter den Handel mit Kaffee. Die Aktien von Tata Coffee stiegen am Freitag an der Börse in Mumbai nach dem Deal mit Starbucks um mehr als 17 Prozent. Eines Tages könne Indien so viele Filialen haben wie China, glaubt Schultz. Dort will Starbucks bis 2015 etwa 1500 Shops aufbauen – fast viermal so viele wie heute.

Das US-Unternehmen will Tata nun zunächst Kaffeebohnen abkaufen, denn Indien ist bisher vor allem Exporteur des schwarzen Goldes. Nach Prognosen werden dort dieses Jahr bis zu 300.000 Tonnen Kaffee produziert. Vor allem im Süden des Landes gibt es Anbaugebiete. Analysten rechnen damit, dass der heimische Verbrauch kontinuierlich um mehr als fünf Prozent pro Jahr steigen wird.

Quelle: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/kaffee-boom-in-der-tee-nation-indien-so-schmeckt-der-wohlstand-1.1046806


Mumbai – Die US-Kaffeehauskette Starbucks will nun auch Indien erobern. Mitte 2011 solle die erste Filiale in Indien eröffnet werden, kündigten Starbucks und sein indischer Partner Tata an. Damit folgt Starbucks US-Ketten wie McDonald’s, Domino’s oder Pizza Hut, die in Indien bereits stark vertreten sind. Starbucks hat rund 16.000 Filialen in mehr als 50 Ländern.

Die Inder trinken zwar traditionell Tee, Kaffee trinken im Café gilt aber als chic und als Zeichen dafür, wohlhabend zu sein. In den indischen Städten gibt es deshalb auch schon viele Kaffeehäuser nach westlichem Stil – sie sind aber in indischem Besitz. Ein Kaffee im Restaurant kostet in Indien weniger als zehn Rupien (17 Cent), in einem schicken Kaffeehaus können es auch bis zu 75 Rupien (1,30 Euro) sein.

Tata ist ein riesiger indischer Mischkonzern, der auch Autos herstellt. Tata Coffee liefert Kaffeebohnen. Starbucks teilte mit, es werde Kaffeebohnen von Tata beziehen und sie nach eigenem Verfahren in Indien rösten. Indien exportiert bisher 70 bis 80 Prozent des im Land angebauten Kaffees.

 

Quelle: http://derstandard.at/1293370637341/Kaffeehauskette-Starbucks-will-mit-Partner-Tata-Indien-erobern


Starbucks erfindet sich neu: Die weltweit größte Kaffeehauskette streicht pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum den eigenen Namen und das Wort “Coffee” aus ihrem Logo. Doch was unüberlegt wirkt, ist der nächste Schritt eines global agierenden Konzerns.

Die Marke Starbucks ist mittlerweile weltweit so bekannt, dass das Emblem auch ohne Schriftzug erkannt wird, so ein Starbucks-Sprecher. Starbucks betreibt rund 16.000 Filialen in mehr als 50 Ländern. Wir haben die Meerjungfrau aus ihrem Ring befreit, das gibt uns die Freiheit und Flexibilität, auch über Kaffee hinaus zu denken”, sagte Starbucks-Chef Howard Schultz bei der Präsentation des neuen Logos.


Die Campus Suite hat ihren ersten Pokal geholt … oder vielmehr den „Coffeeshop Award 2010“.

Ausgezeichnet wurde die Campus Suite in der Kategorie Systemkonzepte. Vergeben wurde der „Coffeeshop Award“ vom Coffee Business Verlag, dem führenden Fachmagazin der Branche.

In der offiziellen Pressemitteilung heißt es, die Campus Suite habe vor allem mit ihrem Konzept, ihrem Auge für Trends und Innovationen sowie der kontrollierten Expansion aus eigener Kraft, überzeugt. Wo andere Ketten den Trend hin zu attraktiveren Food-Sortimenten verpassten, hätten die Brüder Frank und Leonard Stebisch von vorne herein über den Tellerrand geschaut. Mit unternehmerischer Weitsicht und Konsequenz hätten sie es geschafft, sich in der Preis-, Sortiments- und Personalpolitik nach den Bedürfnissen ihrer Kundenschicht zu richten und damit einen günstigen Kaffeepreis ermöglicht.


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